Tipps und Tricks – Specials – Das Carolina Rig Teil 1 / 3

Tipps und Tricks – Specials – Das Carolina Rig

 

Bei den ambitionierten Spinnfischern ist das Carolina Rig zwar noch kein “alter Hut” aber immerhin weitläufig bekannt. Es ist recht simpel zu bauen und noch einfacher zu führen.

Im Wesentlichen kann jeder, der einen Palomarknoten hinbekommt dieses Rig basteln.

Die Köderführung ist deutlich einfacher als die beim Jiggen oder Twitschen und somit ist dieses Rig besonders für Anfänger wirklich etwas Tolles für die Motivation. Insbesondere das es die Vorteile des Wobbler Angelns und des Gummiköder Angelns kombiniert.

Die Zutaten für das Carolina Rig

Zu den einzelnen Komponenten gibt es unterschiedliche Varianten. Ich persönlich nutze auch wirklich diese auf die ich jeweils verlinkt habe. Ganz bewusst habe ich hier noch keinen Link auf Kunstköder gesetzt, weil das nochmal ein eigenes Kapitel werden soll. Hier möchte ich erst mal auf die Montage selbst eingehen und auf die Komponenten bevor wir in der Praxis versinken.

 

Welche Bullet Gewichte?

Die Bullet Gewichte, die wir für das Carolina Rig nutzen können sind aus vielfältigen Materialien gefertigt, hier ist es möglich unter anderem Messing, Tungsten, Blei oder Stahl zu nehmen.

Tungsten ist mit Sicherheit das teuerste dieser Materialien, da es am dichtesten ist und wir auf kleinster Größe das größte Gewicht unterbringen können. Somit erreichen wir im Umkehrschluss die höchste Sink-Geschwindigkeit. Ob das immer das ultimative ist bezweifel ich, einer der Vorteile der Finesse Rigs sollte normal gerade in der langsamen Führung liegen.

Messing ein tolles Material mit einem tollen Geräuschpegel wenn es auf die Glasperlen trifft, die Sinkgeschwindigkeit ist angemessen und es ist möglich schön „smooth“ das Rig gleiten zu lassen.

Blei ist natürlich das absolute Standard Material, es sinkt angemessen jedoch geht ein wenig der Klang verloren, da das Blei relativ weich ist. Jedoch ist Blei günstig und häufig verfügbar.

Lackiertes Blei = > die Lösung für die Klang Erzeugung mit Blei (hier gibt es sogar 4 Farben von Northland mit wechselbaren Gewichten in braun, schwarz, watermelon, natur)

 

Warum ausgerechnet Glasperlen?

Komischerweise gibt es nach der Schlacht um das richtige Material beim Bullet, hinterfragt selten einer die Glasperlen. Jedoch kommt es gelegentlich dennoch vor. Die Alternative wären unter Umständen Schmuckperlen aus Keramik, Porzellan, halb Edelsteine sowie auch Plastik oder Gummiperlen. Bezüglich Plastik oder Gummiperlen möchte ich ganz klar einen Ausschluss machen, diese kann man sich auch gleich wegsparen, da diese schlichtweg keinen Klang erzeugen, ohne Klang braucht man auch echt keine Perle. Offen gesagt ist die Perle aus Glas eben aus Glas, da Glas einen hellen klickenden Klang unter Wasser erzeugt was auch aus dem Bereich des Hardbait Angelns mit Wobblern sehr gute Resonanzen erzeugt hat. Manch einer erinnert sich vielleicht an die Rapala Glass Modelle aus den 90ern. Auch heute noch werden viele Wobbler mit Glas anstatt Tungsten Kugeln bestückt, eben weil das Geräusch schlichtweg besser ist.

Wieso Gummistopper statt Gummiperlen?

Ich persönlich finde Gummistopper einfach praktischer als Gummiperlen um den Hakenknoten zu schützen. Dies hat den einfachen Grund, durch einen doppelten Gummistopper kann ich auch mein Carolina Rig einfach und schnell zu einem Texas Rig umfunktionieren.

Welche Haken beim Carolina Rig?

Da ich persönlich zu fast 100% nur Wide Gap Haken nutze kann ich Euch auch schlecht zu was anderen Raten. Ich nehme zwar beim Drop Shot lieber eine Nose-Hook Variante, aber beim Carolina und Texas kommt die aufgrund der Anzahl der Hänger für mich so gut wie nie in Frage.

Warum Fluorocarbon als Vorfachmaterial?

Kurz und knapp gesagt, ist Fluorocarbon das beste Vorfachmaterial für Finesse Rigs, es lässt sich leicht und problemfrei Knoten und verarbeiten. Ausserdem hält eine 50m Spule wirklich lange. Zudem dämpft das Fluorocarbon die Geräusche unserer geflochtenen Schnur und die Glasperle sowie das Bullet können sauber darauf gleiten. Zudem ist es auch leichter mit Fluorocarbon möglich in den ultralight Bereich einzutauchen, da man es sogar in Stärken von nur 0,10mm erhält, hier ist es äußerst schwierig vergleichbar dünnen Stahl zu organisieren.

 

Wofür eigentlich Snaps?

Die Snaps können sehr gut am Ende des Rigs verwendet werden um den Haken samt Köder einzuhängen, so ist es möglich „knotenlos“ den Haken oder den Köder zu wechseln.

 

 

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